Aktuelles aus dem Institut

TU Clausthal federführend beim „Forschungsverbund Energie Niedersachsen“ <br> 5 Millionen Euro Gesamtfördervolumen

Clausthal-Zellerfeld/Hannover. Die Technische Universität (TU) Clausthal ist federführend am neuen „Forschungsverbund Energie Niedersachsen (FEN) - Dezentrale Energiesysteme“ beteiligt. Insgesamt sieben Projektpartner werden ab dem 1. April bis zum Jahr 2009 zu Fragen der Energieversorgungstechnik und des Energiemanagements forschen. Aufgelegt vom Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) des Landes Niedersachsen, umfasst der Verbund ein Gesamtfördervolumen von fünf Millionen Euro. Die Industrie meldet bereits Interesse an den Forschungsergebnissen an.

Das Klima verändert sich und die Preise für Erdöl und Erdgas steigen. Kernenergie ist darauf derzeit keine befriedigende Antwort: Zu groß sind noch die Probleme, die sie hinterlässt. Es ist also höchste Zeit, die erneuerbaren Energien stärker in den Blick zu nehmen. Niedersachsen verfügt derzeit, dank der Wasserkraft im Harz, der Biomasse auf den landwirtschaftlichen Flächen und des frischen Windes im ganzen Land, über einen vergleichsweise hohen Anteil an regenerativen Energiequellen.



Nur die Mischung macht's



Doch nicht in weithin sichtbaren Windmühlen oder tourismustauglichen Talsperren allein liegt die Zukunft dieser nachhaltigen Art, Energie zu gewinnen. Nur die Mischung vieler unterschiedlicher Energiequellen verspricht eine weitgehende Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen: Sonnenergie, Biomasse, Erd- und Umgebungswärme und in der Zukunft auch Brennstoffzellen. Auch konventionelle Erdgas-Blockheizkraftwerke, von denen allein in der Harzregion bereits über 1000 Anlagen zu einem ?virtuellen Kraftwerk' vernetzt werden, können mit Biogas befeuert und zu CO2-neutralen Energielieferanten werden, die neben Wärme auch Strom durch sogenannte Kraft-Wärme-Kopplungen produzieren.



Wie kommt regenerativer Strom sicher und konstant zum Verbraucher?



Die zentralen Fragen der dezentralen Energiegewinnung und -verteilung sind aber: Wie kommt der Strom zum Verbraucher, ohne dass die Versorgungsnetze überbelastet werden und der Strom ausfällt, oder dass die Spannung zu stark schwankt und daheim das Licht flackert? Wie lässt sich die Effizienz von Mini-Blockheizkraftwerken verbessern und wie können kleine Stromproduzenten technisch und wirtschaftlich effektiv mit den großen Energieversorgern zusammenarbeiten? Der „Forschungsverbund Energie Niedersachsen- Dezentrale Energiesysteme“ will unter der Federführung von Professor Dr. Hans-Peter Beck vom Institut für Elektrische Energietechnik der TU Clausthal diesen Fragen in elf Einzelprojekten auf den Grund gehen und führt dazu die Disziplinen Elektrotechnik, Maschinenbau und Informatik zusammen.



Dass zu diesem Thema Wissenschaftler von vier Universitäten, einer Fachhochschule und zwei außeruniversitären Landeseinrichtungen zusammenarbeiten, ist in Niedersachsen einzigartig und laut Wissenschaftsminister Lutz Stratmann „ein Zukunftsmodell: Der Forschungsverbund Energie Niedersachsen ein wichtiger Schritt in Richtung einer synergetischen Zusammenarbeit der niedersächsischen Hochschulen in der Energieforschung.“



Industrie ist aufmerksam



Die Arbeit des FEN soll die von der niedersächsischen Energiepolitik geforderte „unverzerrte Technologiekonkurrenz“ zwischen regenerativer und konventioneller Energieversorgung ihrer Verwirklichung einen großen Schritt näher bringen. Die wissenschaftlichen Ergebnisse des Forschungsverbunds sind an ihrer späteren Anwendung orientiert. Sie können im „Energiepark Clausthal“ des beteiligten Clausthaler Umwelttechnik Instituts (CUTEC) auf ihre Machbarkeit hin direkt überprüft werden. Dadurch ist es leicht möglich das wissenschaftliche Know How später in die Industrie zu transferieren. Zehn namhafte Firmen aus ganz Deutschland haben bereits ihr Interesse an den Ergebnissen der niedersächsischen Forscher bekundet, darunter die Stadtwerke Hannover, die Regionalversorger EWE AG und Avacon AG und die Siemens AG als Vertreter der Elektroindustrie.



Neben Professor Dr. Hans-Peter Beck vom Institut für Elektrische Energietechnik der TU Clausthal sind an dem Projekt beteiligt:

  • Professor Dr. Michael Kurrat vom Institut für Hochspannungstechnik und Elektrische Energieanlagen der TU Braunschweig,
  • Professor Dr. Wolf-Rüdiger Canders, vom Institut für Elektrische Maschinen, Antriebe und Bahnen der TU Braunschweig,
  • Professor Dr. Bernd R. Oswald vom Institut für Energieversorgung und Hochspannungstechnik der Universität Hannover,
  • Professor Dr. Dieter Nordmann vom Labor für Kolbenmaschinen der Fachhochschule Hannover,
  • Professor Dr. Otto Carlowitz vom Clausthaler Umwelttechnik-Institut GmbH (CUTEC),
  • Professor Dr. Hans-Jürgen Appelrath vom Oldenburger Forschungs- und Entwicklungsinstitut für Informatik-Werkzeuge und -Systeme (OFFIS) und
  • Junior Professor Dr. Frank Slomka vom Department für Informatik der Universität Oldenburg.

 

Kontakt:

Prof. Dr. Hans-Peter Beck

TU Clausthal

Institut für Elektrische Energietechnik

Leibnizstraße 28

38678 Clausthal-Zellerfeld

Tel.: 05323 - 72 2299 (Sekretariat)

Fax: 05323 - 72 2104

Email: mendt@iee.tu-clausthal.de

Löst Probleme zur Energiegewinnung und -verteilung: Der Forschungsverbund Energie Niedersachsen

Pressemitteilungen

TU Clausthal federführend beim „Forschungsverbund Energie Niedersachsen“ <br> 5 Millionen Euro Gesamtfördervolumen

Clausthal-Zellerfeld/Hannover. Die Technische Universität (TU) Clausthal ist federführend am neuen „Forschungsverbund Energie Niedersachsen (FEN) - Dezentrale Energiesysteme“ beteiligt. Insgesamt sieben Projektpartner werden ab dem 1. April bis zum Jahr 2009 zu Fragen der Energieversorgungstechnik und des Energiemanagements forschen. Aufgelegt vom Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) des Landes Niedersachsen, umfasst der Verbund ein Gesamtfördervolumen von fünf Millionen Euro. Die Industrie meldet bereits Interesse an den Forschungsergebnissen an.

Das Klima verändert sich und die Preise für Erdöl und Erdgas steigen. Kernenergie ist darauf derzeit keine befriedigende Antwort: Zu groß sind noch die Probleme, die sie hinterlässt. Es ist also höchste Zeit, die erneuerbaren Energien stärker in den Blick zu nehmen. Niedersachsen verfügt derzeit, dank der Wasserkraft im Harz, der Biomasse auf den landwirtschaftlichen Flächen und des frischen Windes im ganzen Land, über einen vergleichsweise hohen Anteil an regenerativen Energiequellen.



Nur die Mischung macht's



Doch nicht in weithin sichtbaren Windmühlen oder tourismustauglichen Talsperren allein liegt die Zukunft dieser nachhaltigen Art, Energie zu gewinnen. Nur die Mischung vieler unterschiedlicher Energiequellen verspricht eine weitgehende Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen: Sonnenergie, Biomasse, Erd- und Umgebungswärme und in der Zukunft auch Brennstoffzellen. Auch konventionelle Erdgas-Blockheizkraftwerke, von denen allein in der Harzregion bereits über 1000 Anlagen zu einem ?virtuellen Kraftwerk' vernetzt werden, können mit Biogas befeuert und zu CO2-neutralen Energielieferanten werden, die neben Wärme auch Strom durch sogenannte Kraft-Wärme-Kopplungen produzieren.



Wie kommt regenerativer Strom sicher und konstant zum Verbraucher?



Die zentralen Fragen der dezentralen Energiegewinnung und -verteilung sind aber: Wie kommt der Strom zum Verbraucher, ohne dass die Versorgungsnetze überbelastet werden und der Strom ausfällt, oder dass die Spannung zu stark schwankt und daheim das Licht flackert? Wie lässt sich die Effizienz von Mini-Blockheizkraftwerken verbessern und wie können kleine Stromproduzenten technisch und wirtschaftlich effektiv mit den großen Energieversorgern zusammenarbeiten? Der „Forschungsverbund Energie Niedersachsen- Dezentrale Energiesysteme“ will unter der Federführung von Professor Dr. Hans-Peter Beck vom Institut für Elektrische Energietechnik der TU Clausthal diesen Fragen in elf Einzelprojekten auf den Grund gehen und führt dazu die Disziplinen Elektrotechnik, Maschinenbau und Informatik zusammen.



Dass zu diesem Thema Wissenschaftler von vier Universitäten, einer Fachhochschule und zwei außeruniversitären Landeseinrichtungen zusammenarbeiten, ist in Niedersachsen einzigartig und laut Wissenschaftsminister Lutz Stratmann „ein Zukunftsmodell: Der Forschungsverbund Energie Niedersachsen ein wichtiger Schritt in Richtung einer synergetischen Zusammenarbeit der niedersächsischen Hochschulen in der Energieforschung.“



Industrie ist aufmerksam



Die Arbeit des FEN soll die von der niedersächsischen Energiepolitik geforderte „unverzerrte Technologiekonkurrenz“ zwischen regenerativer und konventioneller Energieversorgung ihrer Verwirklichung einen großen Schritt näher bringen. Die wissenschaftlichen Ergebnisse des Forschungsverbunds sind an ihrer späteren Anwendung orientiert. Sie können im „Energiepark Clausthal“ des beteiligten Clausthaler Umwelttechnik Instituts (CUTEC) auf ihre Machbarkeit hin direkt überprüft werden. Dadurch ist es leicht möglich das wissenschaftliche Know How später in die Industrie zu transferieren. Zehn namhafte Firmen aus ganz Deutschland haben bereits ihr Interesse an den Ergebnissen der niedersächsischen Forscher bekundet, darunter die Stadtwerke Hannover, die Regionalversorger EWE AG und Avacon AG und die Siemens AG als Vertreter der Elektroindustrie.



Neben Professor Dr. Hans-Peter Beck vom Institut für Elektrische Energietechnik der TU Clausthal sind an dem Projekt beteiligt:

  • Professor Dr. Michael Kurrat vom Institut für Hochspannungstechnik und Elektrische Energieanlagen der TU Braunschweig,
  • Professor Dr. Wolf-Rüdiger Canders, vom Institut für Elektrische Maschinen, Antriebe und Bahnen der TU Braunschweig,
  • Professor Dr. Bernd R. Oswald vom Institut für Energieversorgung und Hochspannungstechnik der Universität Hannover,
  • Professor Dr. Dieter Nordmann vom Labor für Kolbenmaschinen der Fachhochschule Hannover,
  • Professor Dr. Otto Carlowitz vom Clausthaler Umwelttechnik-Institut GmbH (CUTEC),
  • Professor Dr. Hans-Jürgen Appelrath vom Oldenburger Forschungs- und Entwicklungsinstitut für Informatik-Werkzeuge und -Systeme (OFFIS) und
  • Junior Professor Dr. Frank Slomka vom Department für Informatik der Universität Oldenburg.

 

Kontakt:

Prof. Dr. Hans-Peter Beck

TU Clausthal

Institut für Elektrische Energietechnik

Leibnizstraße 28

38678 Clausthal-Zellerfeld

Tel.: 05323 - 72 2299 (Sekretariat)

Fax: 05323 - 72 2104

Email: mendt@iee.tu-clausthal.de

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