Keramikmosaik

Das ca. 5 Meter breite und 3 Meter hohe Harzprofil aus Keramikstücken im westlichen Foyer (Erdgeschoss) des Instituts für Geologie und Paläontologie wurde von Prof. Dr. Kurt Mohr entworfen.

Das Mosaik zeigt einen etwa Süd-Nord orientierten geologischen Querschnitt durch den Oberharz und die jüngeren Gesteinsschichten des nördlichen Harvorlandes im Bereich zwischen Oker und Bad Harzburg.

Links (im Süden) beginnend zeigt das Profil die älteren (paläozoischen) Gesteinsfolgen des Harzes (überwiegend aus dem Devon und Karbon), welche stark verfaltet und durch Verwerfungen zerstückelt dargestellt sind. Mit roten Mosaiksteinen ist im mittleren Bereich des Schnittes der aus der Tiefe aufgestiegene Oker-Pluton (eine Granit-Intrusion) zu sehen. Rechts im Querschnitt sind die jüngeren (überwiegend mesozoischen) Gesteinsschichten des nördlichen Harzvorlands abgebildet (Südrand der "subherzynen Kreidemulde").

Die Gesteine des Harzes und des Harzvorlandes sind durch die Harz-Nordrand-Aufschiebung getrennt, an der eine Verschiebung um mehrere Kilometer stattgefunden hat. Dadurch wurden die mesozoischen Schichten verbogen bzw. geschleppt und überwiegend steil überkippt (das heißt, hier liegen die älternen Gesteine über den jüngeren Schichten). An der Aufschiebung sind Salze des Zechsteins und des oberen Buntsandsteins eingepresst worden, die sich im oberflächennahen Bereich jedoch aufgelöst haben.

Erläuterungen

P&A = Pleistozän und Alluvium
 

Kreide
 
  Jura
 
 
krcaCampan jwmKimmeridge
krsSanton jwuOxford (Korallenoolith)
krconConiac jbDogger
krtTuron jlLias
krcCenoman   
kruUnterkreide   
     
Trias
 
  Paläozoikum
 
 
kKeuper zZechstein
mMuschelkalk cg / ct / ckClausthaler Kulmfaltenzone:
Grauwacke / Tonschiefer / Kieselschiefer
soOberer Buntsandstein do / dm / duOberharzer Devonsattel:
Ober- / Mittel- / Unterdevon
smMittlerer Buntsandstein Fe / D / TOberharzer Diabaszug:
Roteisenstein / Diabas / Tuff bzw. Tuffite
suUnterer Buntsandstein   
(Fe)Mesozoische Eisenerze
(im Profil nicht abbauwürdig)